„Ich dachte, es geht ihm gut ….“
Vor ein paar Wochen kam Max, ein lebhafter Labrador, zu mir in die Physio Praxis.
Von außen wirkte zunächst alles normal: stürmisch, fröhlich, verspielt, keine offensichtlichen Probleme. Doch bei meiner genauen physiotherapeutischen Untersuchung zeigte sich: leichte Verspannungen im gesamten Schultergürtelbereich, ein eingeschränkter Bewegungsradius der Hüfte sowie ein leichter Druckschmerz am Hüfttriggerpunkt und ein Ungleichgewicht der hinteren Oberschenkelmuskulatur.
Im Gespräch fragte ich gezielt nach kleinen Vorfällen oder Veränderungen im Alltag – und plötzlich erinnerte sich die Besitzerin: Vor einigen Wochen war Max beim Spielen auf einer gefrorenen Pfütze kurz aber heftig ausgerutscht.
Damals schien nichts weiter passiert zu sein, ein leichtes Humpeln, was sich aber wieder gegeben hat - längst war es wieder aus dem Gedächtnis verschwunden. Doch genau dieser fiese Ausrutscher schien die Ursache für die Verspannungen, die schmerzende Hüfte und das Ungleichgewicht der Muskulatur zu sein.
Zum Glück stand der halbjährliche Physio-Check bei mir in der Praxis an - sonst wären die Veränderungen vielleicht erst viel zu spät bemerkt worden, ein unrundes Gangbild hätte sich eingeschlichen und der Bewegungsapparat von Max wäre deutlich schmerzhafter oder eingeschränkter geworden.
Vorsorge ist genauso wichtig für Hunde wie für uns Menschen. Wir gehen regelmäßig zu Vorsorgeterminen, Check-ups oder Screenings – nicht, weil etwas weh tut, sondern um frühzeitig Veränderungen zu erkennen.
In der Physiotherapie helfen regelmäßige Kontrollen, Einschränkungen in Beweglichkeit, Haltung, Muskulatur oder Schmerzen früh zu erkennen. Kleine Probleme, die im Alltag kaum auffallen, können so behandelt werden, bevor sie größer werden.
Beim Tierarzt ist Vorsorge ebenfalls entscheidend – besonders für Hunde ab einem gewissen Alter. Ultraschalluntersuchungen der inneren Organe, z. B. von Herz, Milz oder Leber, sind extrem wichtig, denn Tumore oder Veränderungen verursachen oft keine Schmerzen, bis sie weiter fortgeschritten sind. Mit bildgebenden Verfahren können solche Probleme frühzeitig erkannt werden, was die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung deutlich erhöht.
Mindestens zweimal pro Jahr lohnt sich ein Check deines Hundes bei mir in der Praxis – dabei schauen wir insbesondere auf:
Nach dem Check gibt es dann gleich die passende Behandlung, z.B. die hartnäckige Blockade lösen, Wärmetherapie, Massage, Dehnungen oder passives Durchbewegen aller Gelenke, um Beweglichkeit wiederherzustellen.
Gerne empfehle ich einen Check im Herbst, bevor der Winter kommt, und dann wieder im Frühjahr.
Bei meiner physiotherapeutischen Untersuchung bekommst du nicht nur eine fachliche Einschätzung, sondern auch viel praktisches Wissen für zu Hause:
So trägst du aktiv dazu bei, die Gesundheit und Beweglichkeit deines Hundes langfristig zu erhalten – und das ganz ohne Stress.
Vorsorge in der Physiotherapie gibt dir das, was wir uns alle für unsere Hunde wünschen: ein gutes Gefühl und die Sicherheit, dass wir aktiv etwas für ein langes, bewegliches und gesundes Leben tun.
Mein Tipp: Plane feste Kontrolltermine, mind. zweimal pro Jahr ein – für mehr Sicherheit, mehr Wissen und mehr Wohlbefinden für deinen Hund.
Herzliche Grüße aus der Physiotherapie PraxisHundum-agil, in SeßlachDeine Kerstin