zum Hauptinhalt springen
Main Inhalt
„Dein Hund ist, was er frisst“ – warum Bewegung & Ernährung entscheidend für gesunde Gelenke sind
Kerstin Schleicher

„Dein Hund ist, was er frisst“ – warum gezielte Bewegung & Training sowie eine qualitativ gute Ernährung nicht nur bei Arthrose wichtig sind

Hast du das Gefühl, dein Hund ist nicht mehr so bewegungsfreudig wie früher? Vielleicht steht er morgens steif auf, mag nicht mehr so gerne spazieren gehen oder zeigt erste Lahmheiten? Diese Anzeichen könnten auf Arthrose beim Hund hindeuten – eine der häufigsten Gelenkerkrankungen bei Hunden.

Als Hundephysiotherapeutin sehe ich täglich, wie wichtig es ist, frühzeitig zu reagieren, um die Beweglichkeit und Lebensfreude deines Hundes zu erhalten. Und das beginnt nicht erst, wenn die Symptome da sind. Die richtige Ernährung spielt von Anfang an eine zentrale Rolle für gesunde Gelenke.

Viele Hundehalter denken bei Arthrose an ältere Hunde. Meist trifft das zu, da Arthrose laut Definition eine degenerative Gelenkerkrankung ist.

Aber auch immer mehr junge Hunde im besten Alter sind davon betroffen. Was viele nicht wissen: Die Grundlage für gesunde Gelenke wird bereits in den ersten Lebensmonaten gelegt. Die kritische Phase liegt etwa zwischen dem 3. und 12. Lebensmonat, je nach Rasse sogar bis zum 18. Monat. In dieser Zeit wachsen Gelenke, Bänder, Sehnen und Knorpel schnell – und sind gleichzeitig besonders anfällig für Entwicklungsstörungen, wenn der Körper nicht optimal versorgt wird.

„MEYER und ZENTEK (2005) haben zur Überprüfung des Wachstumsverlaufs von Junghunden Wachstumskurven als Empfehlungen für ein optimales Wachstum herausgegeben. Zwergrassen erreichten 50 % des Adultgewichtes innerhalb von etwa 11 Wochen, kleine und mittlere Rassen in 14–16 Wochen, größere Rassen hingegen benötigten dafür 18–23 Wochen. In dieser Zeit fanden sich die höchsten täglichen Wachstumszunahmen, die zwischen 10,8 % und 18,3 % Körpermassezunahme pro Woche lagen.“
Quelle: Frank, Viktoria (LMU München)

Meine 4 wichtigsten Empfehlungen für deinen Hund bei Arthrose aus der Physiopraxis:

  1. Sanfte, aber regelmäßige Bewegung: Damit die Gelenke „in Schwung“ bleiben und die Muskeln nicht abbauen. Vermeide plötzliche Stopps & Wendungen, wie sie z. B. beim Ballspielen vorkommen.
  2. Gezielte Massagen & Mobilisation: Das lockert die verspannte Muskulatur und unterstützt den Bewegungsradius, welcher bei Arthrose häufig eingeschränkt ist.
  3. Regen- und Kälteschutz: Ein Hundemantel schützt die empfindliche Wirbelsäule und die großen Gelenke wie Schultern und Hüfte vor Feuchtigkeit und Kälte. Vor allem jetzt, wo Herbst und Winter vor der Tür stehen, kannst du deinem Hund – je nach Rasse – bereits dann einen wärmenden Mantel anziehen, wenn die Temperaturen unter 10 °C fallen. Ein Mantel ist sinnvoll, damit Hunde bei starkem Regen, Schneefall oder langen Ausflügen im Winter trocken und warm bleiben. Bei milderem Wetter eignen sich auch Fleece-Mäntel oder Hundepullis.
  4. Hochwertiges Futter & Gelenknahrung: Unterstütze die Gelenke deines Hundes von innen heraus. Eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigen Inhaltsstoffen stärkt den Knorpelstoffwechsel und hält die Gelenke geschmeidig. Die Grundlage für einen stabilen und gesunden Bewegungsapparat wird über die tägliche Fütterung gelegt – denn dein Hund ist, was er frisst

Je früher du die Gelenkgesundheit deines Hundes aktiv unterstützt, desto besser kannst du vorbeugen – und auch bestehende Beschwerden sanft begleiten.

Herzliche Grüße
Deine Kerstin von Hundum-agil aus Seßlach

100%
Passwort eingeben
Abbrechen
Öffnen
Schließen
Warenkorb